{"id":427,"date":"2011-08-15T12:38:00","date_gmt":"2011-08-15T12:38:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hebenstreit.cc\/wordpress\/2011\/08\/15\/elternbrief-so-klein-und-schon-verwohnt\/"},"modified":"2013-02-26T19:28:48","modified_gmt":"2013-02-26T18:28:48","slug":"elternbrief-so-klein-und-schon-verwohnt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.hebenstreit.cc\/wordpress\/2011\/08\/15\/elternbrief-so-klein-und-schon-verwohnt\/","title":{"rendered":"ELTERNBRIEF: So klein und schon verw\u00f6hnt?"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Frau Verena Hebenstreit,<br \/>Babys sind anspruchsvoll, keine Frage. Eltern brauchen ein ordentliches Ma\u00df an Einf\u00fchlsamkeit, damit sie erkennen, was ihr Kleines genau braucht. Hunger? Durst? Kuschelbed\u00fcrfnis? Sicher haben Sie von Nico schon sehr viel gelernt und sind inzwischen ein eingespieltes Team. In manchen Situationen aber beschleicht auch die geduldigste Mama ein komisches Gef\u00fchl: Nico l\u00e4sst mich ganz sch\u00f6n springen! Aber Babys k\u00f6nnen Bed\u00fcrfnisse nun einmal nicht aufschieben. Bei Hunger und Durst gibt es keine Geduld und kein Warten. Und bei Bedarf an Streicheleinheiten ebenso wenig.<br \/>Kann man ein Baby zu sehr verw\u00f6hnen? <\/p>\n<p>&#8220;Nun nimm ihn doch nicht immer gleich hoch wenn er schreit &#8211; du verw\u00f6hnst ihn noch!&#8221;. Einen solchen Satz hat fast jede Mutter schon einmal geh\u00f6rt. Kann man ein Baby wirklich schon verw\u00f6hnen und ihm schlechte Gewohnheiten antrainieren? Letztlich m\u00f6chte niemand ein verw\u00f6hntes, unleidliches Kind, das seine Eltern kommandiert. Aber geben Sie nichts auf solche Vorw\u00fcrfe! <br \/>Zun\u00e4chst einmal muss man dieses Thema nat\u00fcrlich klar begrenzen: Wir sprechen hier von Kindern, die j\u00fcnger sind als ein Jahr, also von Babys. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es bei \u00e4lteren Kindern Verhaltensweisen, die man nicht unbedingt f\u00f6rdern sollte. Doch die Welt eines Babys unterscheidet sich noch deutlich von der eines gr\u00f6\u00dferen Kindes: Ein Baby kommt zun\u00e4chst einmal hilflos auf die Welt. Im Gegensatz zu anderen Lebewesen ist es bei der Geburt nicht in der Lage sich fortzubewegen, selbst Nahrung zu finden, sich vor K\u00e4lte zu sch\u00fctzen oder zu kommunizieren. Damit es weder verhungert noch erfriert braucht es seine Mutter. <br \/>Somit wurde der S\u00e4ugling von der Natur mit einem kr\u00e4ftigen Schrei-Organ ausgestattet. Auf diese Weise ist sein \u00dcberleben sicher gestellt, denn keine Mutter soll sich diesem Ger\u00e4usch lang widersetzen k\u00f6nnen. Sie wird immer instinktiv das Baby aufnehmen wollen um es zu beruhigen, um nachzusehen was es braucht und um es ihm zu geben. <br \/>Das soll aber nicht bedeuten, dass man Nico immer sofort helfend zur Seite springen soll. Die richtige Definition von Verw\u00f6hnen lautet n\u00e4mlich: dem Baby die M\u00f6glichkeit nehmen, etwas selber zu bew\u00e4ltigen. Zum Beispiel: Ihr Kleiner versucht, zu einem Ball zu robben. Macht M\u00fche, klar. Verw\u00f6hnende Eltern rollen den Ball heran, damit sich das Kleine nicht plagen muss. So nehmen Sie Nico aber auch das Erfolgserlebnis! Auf l\u00e4ngere Sicht sogar den Antrieb, sich selbst um etwas zu bem\u00fchen.<br \/>Oder: Nico schimpft, qu\u00e4kt, quengelt im Bettchen vor sich hin. Sicher lassen Sie Nico ein bisschen Zeit und h\u00f6ren genau hin, ob Sie wirklich gebraucht werden. Oder ob Nico nur ein bisschen Dampf abl\u00e4sst, bevor er zur Ruhe kommen kann. <\/p>\n<p>Letztendlich k\u00f6nnen Sie als Mutter am Besten beurteilen, ob Ihr kleiner Spatz momentan wirklich ungl\u00fccklich ist und Ihren Beistand ben\u00f6tigt, oder ob ihm nur langweilig ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Frau Verena Hebenstreit,Babys sind anspruchsvoll, keine Frage. Eltern brauchen ein ordentliches Ma\u00df an Einf\u00fchlsamkeit, damit sie erkennen, was ihr Kleines genau braucht. Hunger? Durst? Kuschelbed\u00fcrfnis? Sicher haben Sie von Nico schon sehr viel gelernt und sind inzwischen ein eingespieltes Team. 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